Ist Kreatin sicher?

Zur Verträglichkeit von Kreatin-Monohydrat liegen zahlreiche Untersuchungen vor, insbesondere an gesunden Erwachsenen. Übersichtsarbeiten berichten für die jeweils untersuchten Mengen und Zeiträume überwiegend keine Hinweise auf schwerwiegende unerwünschte Auswirkungen. Das ist jedoch keine Garantie, dass jedes Produkt, jede Menge oder jede Anwendung für jede Person sicher ist. Die Aussagekraft hängt unter anderem von der Studiendauer, der Zahl der Teilnehmenden und deren Gesundheitszustand ab. Magen-Darm-Beschwerden werden als mögliche unerwünschte Begleiterscheinungen beschrieben, insbesondere bei größeren Einzelmengen. Auch die Zusammensetzung und mögliche Verunreinigungen eines Produkts sind getrennt von den Untersuchungen zu reinem Kreatin-Monohydrat zu betrachten.
Zu Beginn kann das Körpergewicht durch eine veränderte Wassereinlagerung ansteigen. Außerdem kann die Einnahme den Kreatininwert im Blut beeinflussen. Da dieser Wert zur Beurteilung der Nierenfunktion verwendet wird, sollte die Kreatineinnahme vor einer Blutuntersuchung angegeben werden; die Einordnung gehört in medizinische Hände. Menschen mit Nierenerkrankungen oder anderen Vorerkrankungen sowie Personen, die regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten vor der Verwendung ärztlichen Rat einholen. Ergebnisse aus Studien an gesunden Erwachsenen lassen sich nicht einfach auf Schwangere, Stillende oder Minderjährige übertragen. Für diese Gruppen lässt sich aus den genannten Untersuchungen keine allgemeine Einnahmeempfehlung ableiten.